Weniger Klicks, mehr Zeit fürs Verkaufen: Das kann ERP 2.2

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Vier Neuheiten standen auf der JTL Connect 2026 im Rampenlicht: Juno, Insights, Customer Service Agent und Cloud ERP (→ Recap: Highlights der JTL Connect 2026). Um sie zu nutzen, brauchst du eine aktuelle Version von „ERP“ (ehem. JTL-Wawi). ERP 2.2 ist ab sofort als Stable Release verfügbar.

Doch ERP 2.2 ist mehr als eine Grundlage für das, was kommt. Die neue Version packt Alltagsprobleme an, die viele Onlinehändler kennen: Lieferungen, die nicht zur Bestellung passen, Lücken im PayPal-Abgleich oder Mahnungen, die vor dem Valutadatum rausgehen. Bis zur heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts bleibt noch Zeit für dein Update. Hier erfährst du, warum sich der Umstieg lohnt.

Shipping 2.0 wird einfacher und kann noch mehr

Mit dem Update kommen einige Neuerungen für Shipping 2.0, unserer cloudbasierten Multi-Carrier-Versandplattform.

  • Einrichtungsassistent für den Umstieg: Der Assistent führt dich Schritt für Schritt durch Cloud-Verbindung, Versandarten und Drucker. Nutzt du noch Shipping 1.0, wechselst du damit in einem Durchgang zu Shipping 2.0.
  • Mehrpaketsendungen: ERP übergibt alle Pakete eines Lieferscheins als eine Sendung, jedes Paket mit eigenem Label. Das gilt für alle Carrier, die Mehrpaketsendungen unterstützen.
  • Kartonagenmaße je Paket: Länge, Breite und Höhe der verwendeten Kartonage gehen automatisch an den Versanddienstleister. Das senkt das Risiko von Nachberechnungen wegen falscher Maße.
  • Position je Paket: Nutzt du WMS, erfährt der Carrier, welche Artikel in welchem Paket liegen, zum Beispiel für Zolldokumente oder Marktplatz-Sendungen.

Ein lächelnder Mann mit blauem Lanyard tippt an einem Laptop in einem Lager. Auf dem Tisch liegt Klebeband; im Hintergrund sortiert eine weitere Person Kartons an einem Regal.

Zudem ist ERP für Amazon Shipping vorbereitet: Ab Version 2.1.2 überträgt ERP mit jeder Position die Amazon Order Item ID und die FNSKU. Damit ist dein ERP bereit, sobald Amazon Shipping als Carrier in Shipping 2.0 freigeschaltet wird.

How-tos zur Einrichtung und den Einstellungen von Shipping 2.0 gibt’s im JTL Guide: Willkommen zu Shipping 2.0.

Rechnung und Buchhaltung: Korrekte Fristen, passende Steuer, saubere Belege

Valutadatum wird durchgängig berücksichtigt

Das Valutadatum greift jetzt durchgängig, von der Oberfläche über die E-Rechnung (ZUGFeRD und XRechnung) bis zu Skontofristen und Mahnlauf. Zahlungsziele berechnen sich ab dem Valutadatum statt starr ab dem Erstelldatum. Mahnungen und Skontofristen starten damit erst ab dem tatsächlichen Valutadatum, und deine Rechnungen werden buchhalterisch und in der E-Rechnung korrekt ausgewiesen.

Steuerbezug und USt-IdNr. gezielt festlegen

Für jeden Kunden kannst du festlegen, welche USt-IdNr. verwendet wird. In Vorgängen bestimmst du, ob Steuerbezug und USt-IdNr. aus der Liefer- oder der Rechnungsadresse abgeleitet werden. Ändert sich der Steuerbezug, berechnet ERP die Steuer unter Beibehaltung von Brutto/Netto neu; mit Workflows setzt du den Steuerbezug automatisch bei der Auftragserstellung. Bei abweichenden Liefer- und Rechnungsadressen (z. B. grenzüberschreitenden Dreiecksgeschäften) wird immer die steuerrechtlich passende USt-IdNr. herangezogen. Das erspart dir manuelle Nachberechnungen.

DATEV-Export

DATEV-Exporte mit 0 als Startnummer der Debitorennummern werden fortan sauber validiert. ERP fängt unzulässige Eingaben ab und erzwingt eine Prüfung auf den gültigen Nummernkreis (5- bis 9-stellig). Betroffene DATEV-Exporte sind wieder uneingeschränkt nutzbar, und die Übergabe an Steuerberater und Buchhaltung läuft ohne Unterbrechung.

GLN in Kundenadressen und Belegen

Belieferst du den Großhandel, pflegst du die Global Location Number (GLN) in den Kundenstammdaten und -adressen. Bei einem Angebot, Auftrag oder Abonnement wird sie automatisch in die Belegadresse übernommen, Rechnungen, Rechnungskorrekturen und Stornobelege führen sie weiter. Einmal gepflegt, musst du sie also nicht mehrfach eintragen. Das unterstützt zum Beispiel den automatisierten Datenabgleich per EDI.

Einkauf, Marktplätze und Zahlungen

Einkauf: Lieferantenbestätigungen je Position

Liefert dein Lieferant eine andere Menge oder zu einem anderen Preis als bestellt, musstest du bisher oft von Hand korrigieren. Ab ERP 2.2 bestätigen Lieferanten Menge und Preis je Bestellposition. Wareneingang und Eingangsrechnung übernehmen diese Werte, und der Zulauf rechnet mit der bestätigten Menge. So passen Bestellung, Lieferung und Rechnung besser zusammen, du planst du mit realistischen Zahlen und sparst dir Korrekturen.

Ein Mann kontrolliert mit einem Tablet in der Hand eine folienverpackte Palette auf einem Hubwagen an einer geöffneten Laderampe. Im Hintergrund sind weitere Paletten und ein Außenbereich zu sehen.

Mehr Kontrolle beim Import von Marktplatzangeboten

Wir haben den Marktplatzabgleich weiter ausgebaut: Beim Anfordern eines Verkäuferinventarberichts legst du fest, ob und anhand welcher Kennung deine Angebote automatisch Artikeln zugeordnet werden. Das erspart dir beim Anbinden neuer Kanäle manuelle Zuordnungsarbeit.

Die nötigen Einstellungen erklärt der JTL Guide: Verkaufskanalverwaltung für weitere Verkaufskanäle

PayPal-Zahlungen nachträglich abgleichen

Fehlen im Zahlungsabgleich einzelne PayPal-Zahlungen, rufst du sie für einen flexibel wählbaren Zeitraum erneut über die Schnittstelle ab. So schließt du Lücken im Zahlungsabgleich ohne CSV-Export und ohne Supportanfrage.

WMS Dashboard: Live-Monitoring im Browser

Auch für dein Lager gibt es etwas Neues: das WMS Dashboard. Als Cloud-App im JTL Hub zeigt es dir Echtzeit-KPIs wie Lagerwert, Durchlaufzeiten oder Auslastung auf jedem Endgerät, ohne dass eine WMS-Desktop-Installation geöffnet sein muss. So erkennst du Engpässe wie drohende Cut-Off-Überschreitungen oder überlastete Packtische, bevor sich Lieferungen verzögern. Interaktive Widgets mit Filtern und Ampelanzeigen decken alle wichtigen Lagerprozesse ab, und je nach Edition legst du mehrere individuelle Dashboards per Drag and Drop an. Im Kiosk-Modus läuft das Dashboard ohne Login im Vollbild auf dem Lagernmonitor, so dass dein Team den Tagesfortschritt in der Halle live verfolgen kann.

Screenshot: WMS Dashboard in der Cloud mit Lagerkennzahlen in Echtzeit
Das neue WMS Dashboard zeigt deine wichtigsten Lagerzahlen in Echtzeit, frei konfigurierbar.

Die WMS App befindet sich aktuell in der Pilotphase. Mehr dazu im JTL Guide: WMS Dashboard

Einrichtung, Schnittstellen und Managed ERP

Für ERP und WMS gibt es neue Assistenten, SQL Server Express 2025 installierst du direkt im Assistenten, und im Dashboard siehst du einen Hinweis, sobald ein Update verfügbar ist.

Arbeitest du mit eigenen Integrationen oder Drittsystemen, profitierst du von den erweiterten REST- und GraphQL-Schnittstellen. Aufträge, Zahlungen, Versand, Retouren, Artikelstammdaten und Lieferantenbestellungen lassen sich ohne Umweg über Desktop-Dialoge ansteuern, Artikel sogar gezielt je Verkaufskanal. Parallel entsteht ein modulares, API-gesteuertes Import-Framework für schnellere und stabilere Importe, ohne Abhängigkeit von der Oberfläche.

Nutzt du Managed ERP, die gehostete Variante von ERP (ehemals JTL-Wawi Cloud), bindest du Shop, Shopify, Shopware oder Marktplätze jetzt komplett im Browser über den JTL Hub an. Artikel, Bestände und Kundendaten importierst du direkt aus den Kanälen, danach laufen Aufträge automatisch ein.

Du bist noch auf ERP 2.0?

Dann bekommst du mit dem Update alle Verbesserungen, die seit deiner Version dazugekommen sind. Am deutlichsten merkst du das Tempo: Das Speichern von Artikeln und das Laden von Artikeldetails geht spürbar schneller. Aufträge lassen sich schneller ausliefern, weil die Verarbeitung flotter läuft. Dazu kommen 683 behobene Fehler.

ERP 2.2 ist Basis für Juno und Cloud ERP

Mit dem Update legst du die technische Grundlage für die Neuheiten, die wir auf der JTL Connect vorgestellt haben. Cloud ERP und Juno sind bereits in die Closed Beta gestartet.

KI-Agent Juno

Juno versteht den Kontext deines Geschäfts, erkennt proaktiv, was zu tun ist, und koordiniert die passenden Schritte über deine Lösungen und Prozesse hinweg. Insights hilft dir, deine Geschäftszahlen auszuwerten. Customer Service Agent unterstützt dein Team im Kundenservice. Bei allen Aufgaben gilt: Juno handelt erst nach deiner Freigabe, die Kontrolle bleibt stets bei dir.

Mehr über den KI-Agenten und die Teilnahme an der Closed Beta erfährst du auf unserer Infoseite zu Juno sowie im JTL-Guide.

Cloud ERP

Cloud ERP ist unsere neue Multichannel-Auftragsmanagement-Software, mit der du deine Shop- und Marktplatzverkäufe direkt in der Cloud verwaltest: Artikel, Kunden, Aufträge, Bestände, Rechnungen und Versand, alles ohne Installationen. ERP 2.2 bringt das Import-Framework mit, das browserbasierte Importe in Cloud ERP möglich macht. Du kannst dich jetzt für die Closed Beta anmelden.

Auf unserer Seite zu Cloud ERP erfährst du, was dich erwartet; Anleitungen für die ersten Schritte findest du im JTL Guide: Cloud ERP.

Unser Rat: Update vor dem Weihnachtspeak

Niemand sollte mitten in der Hochphase des Weihnachtsgeschäfts sein ERP umstellen. Plane die Aktualisierung auf 2.2, solange noch etwas Luft ist. Folge dafür unserer Update-Anleitung im JTL-Guide. Danach nimmt dir ERP 2.2 an vielen Stellen Handarbeit ab und sorgt für mehr Performance, eine offenere Systemlandschaft und verlässlichere Daten – und macht dein Business bereit für die nächste Ki- und Cloud-Generation.

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